Wissenschaftliche Studien belegen Wirksamkeit der Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage wird in der Naturheilkunde angewandt, um organische Beschwerden zu lindern. Nun haben Studien bestätigt, dass es positive Effekte bei bestimmten Krankheitsbildern, ausgelöst durch Fußreflexzonenmassage, gibt. Die Fußreflexzonenmassage wurde bereits im alten China und Ägypten sowie in Indien und auch bei einigen lateinamerikanischen Völkern seit jeher praktiziert.

Einer Theorie zufolge manifestiert sich das gesamte körperliche Wesen in den menschlichen Füßen. Die Fußreflexzonenmassage wird ähnlich angewandt wie die Akupressur. Auch die Wirkung ist ähnlich wie bei d r Akupressur beziehungsweise Akupunktur. Dabei wird der Fuß in bestimmte Reflexzonen aufgeteilt.

 Fuß wird im bestimmte Zonen aufgeteilt.

So gelten die vier kleinen Zehen als „Korrespondenzorgane“ für die Stirn und Kiefernhöhlen. Die Zehengrundglieder korrespondieren demnach mit den oberen Lymphbahnen. Die Großzehe steht demnach an der Außenseite in Verbindung mit der Nase und an der Innenseite in Verbindung mit den Schläfen. Das Großzehengrundgelenk korrespondiert mit der Schilddrüse. Der Mittelfußknochen im Bereich der Zehe besitzt demnach eine Wirkung auf das Herz. Die Mittelfußregionen im Bereich der übrigen Zehen sind verantwortlich für die Lunge und die Leber sowie die Bronchien. Die Außenseite des oberen Mittelfußknochens, im Bereich der Kleinzehe, wirkt hinsichtlich der Fußreflexzonenmassage auf das Schultergelenk. Der Magenpunkt befindet sich unterhalb der Herzzonenpunkte. Der Dünndarm, der aufsteigenden Dickdarm und der querliegende Dickdarm befinden sich im Bereich des unteren Mittelfußes. Die Niere korrespondiert mit den Fußreflexzonenpunkten, die neben denen des Magens liegen. Im Bereich der oberen Verse befinden sich die Fußreflexzonen des Harnleiters und der Harnblase. Die obere Verse korrespondiert mit dem Becken. Die dargestellte Erläuterung zeigt, dass der Fuß wie der menschliche Körper aufgeteilt wurde.

William Fitzgerald: Systematik erstellt

Die Fußreflexzonentherapie galt lange Zeit als Erfahrung, die lediglich mündlich weitergegeben wurde. Erst im Jahr 1913 wurde sie durch William Fitzgerald im Rahmen einer Systematik weiterentwickelt. Der US-amerikanische Arzt beobachtete, dass Indianerstämme bei Schmerzen und bestimmten Erkrankungen gewisse Punkte im Bereich des Fußes massierten und somit eine Linderung der Beschwerden erreichten. Durch Studien gelang es Fitzgerald, die Druckpunkte mit den jeweils korrespondierenden Organen in Verbindung bringen zu können. In diesem Zusammenhang unterteilte er den menschlichen Körper in so genannte Längszonen. Wobei er insgesamt zehn Längszonen ansetzte. Diese Längszonen wurden dann auf die Füße übertragen. In späteren Zeiten wurden die Längszonen noch um drei Querzonen erweitert. Dieses Raster gilt noch heute bei der Reflexfußzonenmassage. Bei der Therapie werden zunächst die Reflexzonen hinsichtlich möglicher Schmerzen und Beschwerden überprüft. Dann erfolgt die eigentliche Therapie. Insbesondere bei Magen-Darm-Problematik und Stoffwechselstörungen sowie bei Gelenkbeschwerden und Schmerzen haben sich durch die Fußreflexzonenmassage positive Effekte eingestellt.

 Schulmedizin skeptisch

Während in der Naturheilkunde die Fußreflexzonenmassage nahezu unstrittig ist, betrachtet die Schulmedizin diese durchaus kritisch. Grund hierfür ist die nur mangelnde Erforschung. Dies kann jedoch nicht der Therapie an sich angekreidet werden, sondern vielmehr dem offenbar mangelnden Interesse an dieser Therapieform. Einzelne Studien bescheinigen indes der Fußreflexzonenmassage tatsächlich positive Effekte. Genauere Belege für die Existenz der zu den jeweiligen Organen gehörenden Fußreflexzonen fehlen indes. Dennoch gibt es vereinzelte Studien, die die Wirksamkeit der Fußreflexzonenmassage untermauern. Wissenschaftler der Universität Innsbruck zeigten beispielsweise in einer Studie, dass eine Stimulation der Nierenzone tatsächlich die Durchblutung der Niere fördern kann. Zudem belegt in Wissenschaftler der Universität Jena, dass bei einer Behandlung der Zone, die den Knien zugerechnet wird, Schmerzen bei Patienten mit arthrotischen Veränderungen in den Knien diese gelindert wurden.