Schamanismus

Schamanismus ist einerseits eine Geisteshaltung, zum anderen eine naturheilkundliche Heilmethode. Der Schamanismus gilt dabei als die älteste Heilungsmethode der Menschheit. Neben den Heilkräften der Natur treten insbesondere auch die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer in den Vordergrund. Hinzu treten zudem die Heilungskräfte von Pflanzen, Tieren und auch von Steinen.

Schamanismus ist somit die allumfassende, den Menschen umgebende Natur. Aus der vom Menschen gemachten Erfahrung, dass eine entstehende Krankheit immer ein Ungleichgewicht zwischen dem Menschen und dem ihn umgebenden Kosmos und der Natur darstellt, entstand der Schamanismus. Der Schamane gilt somit als Mittler zwischen dem Menschen und der Natur sowie dem Kosmos, mit dem Ziel das Gleichgewicht zwischen beiden Einheiten wiederherzustellen.

Schamanismus als Transformationsbegriff

Der Begriff kommt aus dem sibirischen und bedeutet soviel wie mit Feuer und Hitze arbeiten. Grundsätzlich arbeitet ein Schamane also mit Energie, die er in Heilung umwandelt. Insbesondere der Transformationsbegriff des Feuers, der die Umwandlung beinhaltet, machte den Begriff Schamane populär.

Belebter Natur und unbelebter Natur wohnt ein eigener Geist inne

Nach dem Weltbild des Schamanismus lebt alles, auch Steine. Aus diesem Grunde behandelt der Schamane jegliche ihn umgebende Form der Natur mit einem hohen Grad an Respekt. Schamanen begeben sich bei ihren Heilungsprozeduren in das Umfeld zwischen dem Menschen, der Natur und dem Raum dazwischen. Der Heiler kann Dinge wahrnehmen und sehen, in dem er sich in Trance versetzt, die dem normalen Menschen verborgen bleiben. Es erfolgt also eine Bewusstseinserweiterung, ausgehend von der physischen auf die nicht physische Ebene hinaus.

WHO hat Schamanismus seit 1980 als Heilmethode anerkannt

Der Schamane wandelt also quasi zwischen den Welten zwischen materieller und immaterieller geistiger Welt. Dabei überwindet er auch bestimmte Energieebenen. Durch diese Gabe ist es dem Schamanen auch möglich, bei Krankheiten Diagnosen zu stellen, ohne technische Geräte zu bemühen. Schon im Jahr 1980 wurde von der WHO dem Schamanismus bei der Behandlung von psychosomatischen Erkrankung der selben Stellenwert zugebilligt wie der westlich orientierten Schulmedizin. Schamanismus arbeitet quasi mit dem Geist der Natur und der daraus resultierenden Energie.

Die göttliche Intelligenz der Schöpfung als Geist des Schamanismus

Der Spirit gilt dabei als eine Art Schöpferintelligenz, die jedem in der Natur beheimateten Gegenstand beziehungsweise Tier, Pflanze oder Mensch innewohnt. Der Schamane schafft quasi bei seinen spirituellen Handlungen die Voraussetzungen für ein inneres Gleichgewicht zwischen der Natur und dem kranken Menschen. Er arbeitet somit spirituell heilend. Der Heiler steht aber mit der Welt der Geister und Götter direkt in Verbindung.

Übertragung der eigenen eingenommenen Heilkräfte auf den Kranken

Er gilt quasi als Medium zwischen diesen Welten. Schamanismus ist somit als Träger der spirituellen Heilungskräfte zu verstehen. Bei seinen Reisen in die Energiebereiche anderer Gegenstände, Tiere oder Pflanzen übernimmt er quasi die Heilungskräfte der Pflanze und transportiert sie auf geistiger Ebene in den kranken Patienten. Dies kann mittels Trommeln Rasseln oder auch über die Hände beziehungsweise über das Hineinhauchen mit dem Atem geschehen. Der Schamane selbst nimmt dabei die Heilkräuter ein, entweder indem er sie kaut oder als Tee trinkt. Dabei überträgt er quasi die von ihm selbst aufgenommenen Heilkräfte auf den kranken Menschen und heilt ihn somit.

Ähnliche Artikel