Neue Forschung zum Passionskraut

Die Passionsblume auch botanisch in Europa als Passiflora incarnata bezeichnet, gehört zu der Familie der Passionsblumengewächse. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Südosten der USA. Die Passionsblume ist sehr frostbeständig.

Passiflora als Heilmittel

Verwendung fand Passiflora in der Vergangenheit als Heilmittel gegen Epilepsie im Alter. Daneben hilft die Pflanze aber auch als Schlafmittel, Krampflöser und Durchfallmittel. In Deutschland wird vorwiegend die Art Passiflora incarnata bei leichten nervösen Unruhezuständen und als Einschlafmittel genutzt. Die Passionsblume wird entweder als Tee oder als Dragee oder Tropfen verabreicht. Auch in der Homöopathie findet die Passionsblume Anwendung. Folgende Wirkung entfaltet die Passionsblume: Sie wirkt beruhigend schmerzlindernd, zudem krampflösend, auch eine blutdrucksenkende Wirkung weist sie auf. Zudem kann sie auch bei gedrückter Stimmung eingenommen werden. Ebenso kann Passionsblumenextrakt als Einschlafmittel, meistens zusammen mit anderen Mitteln, beispielsweise als Einschlafteee verabreicht werden. Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten sind bislang nicht bekannt.

Wirksubstanzen

Als wirksame Substanzen werden insbesondere die Flavonoide genannt. Hier kommen insbesondere das Apigenin und das Luteolin zum Tragen. Apigenin wird auch im Bereich der Onkologie eine Wirksamkeit zugeschrieben. So soll es als Mitosehemmer wirken. Aktuell laufen diesbezüglich weitere Forschungen. Als weitere Wirkstoffe von Passiflora incarnata sind das Glycosid Gynocardin und Cumarine (Scopolentin) zu nennen. Die Früchte der Pflanze weisen einen hohen Vitamin C Gehalt auf und schmecken süßlich. Von der Passionsblume werden sowohl Wurzelteile als auch Blätter in der Naturheilkunde genutzt.

Passiflora als Nahrungsmittel

Die Indianer Nordamerikas nutzen die Passionsblume medizinisch für die Zubereitung von Umschlägen, aber auch als Nahrungsmittel. In Europa wurden die Blätter als Sedativum zubereitet. Die Passionsblume findet zwar heute nur noch geringe medizinische Anwendung, weitere Forschungen in Bezug auf die onkologische Wirkung dürfte die Pflanze jedoch schon bald wieder in den Fokus rücken. Für die Naturheilkunde stellt Passiflora incarnata jedoch ein gut wirksames Heilmittel dar, welches auch heute noch in Tees zur Anwendung gelangt. Die Pflanze dürfte aber auch in Zukunft weiteren Forschungsbedarf begründen.

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