Kava-Neue Erkenntnisse zu einer Heilpflanze

Kava, eine aus naturheilkundlicher Sicht interessante Pflanze, stammt ursprünglich aus der Region der Fidschi-Inseln und aus der Region um Neuguinea. Kava gehört zur Familie der Pfeffergewächse.

Kava: Wirkt bei Angststörungen

Der aus der Kava-Pflanze gewonnene Extrakt wirkt angstlösend, beruhigend und zudem muskelrelaxierend. Das Konzentrationsvermögen wird bei Einnahme von Kava-Extrakt gesteigert. Kava kann daher in der Psychotherapie als Tranquilizerersatz eingesetzt werden. Der Vorteil des Kava-Extraktes ist der, dass eine Gewöhnung oder Abhängigkeit nicht zu erwarten ist. Ein weiterer Vorteil des Kava-Extraktes ist der, dass er nicht ermüdend wirkt, im Gegenteil. Die Konzentrationsfähigkeit wird ebenso gesteigert, wie die motorische Leistungsfähigkeit. Auch bei Prüfungsängsten lässt sich der Kava-Extrakt sinnvoll einsetzen, zumal er neben der beruhigenden Wirkung noch die Konzentrationsfähigkeit steigert. Kava-Extrakt ist daher als das naturheilkundliche Mittel der Wahl bei Angststörungen zu bezeichnen.

Neue Studien belegen Wirkung

Neue Studien belegen zudem die anxiolytische Wirkung. Kava-Spissumextrakt und seine Wirkung wurde in einer multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie an Patienten ohne psychotische Angststörungen erforscht. Sowohl in Bezug auf die auftretende Angstsymptomatik, als auch bei den beschriebenen Spannungszuständen und Unruhen wurden deutliche Besserungen festgestellt. In einer noch nicht veröffentlichten doppeltblinden, randomisierten, placebokontrollierten Parallelgruppenstudie wurde die hohe anxiolytische Wirksamkeit von Kava-Extrakt bei älteren Patienten nachgewiesen.

Kava-Extrakt: Gut verträglich

Medikamente mit Kava-Extrakt gelten als sicher und besonders gut verträglich. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte jedoch wegen fehlender Studien von einer Einnahme abgeraten werden. Wichtig zu wissen ist, dass Kava-Extrakt bei endogenen Depressionen kontraindiziert ist. Ebenso sollte Kava nicht mit zentral dämpfenden Medikamenten verabreicht werden. Nebenwirkungen sind nur in sehr geringem Maße beobachtet worden. Zumeist handelt es sich hierbei um eine geringe und nur vorübergehende Ausprägung. Neue Studien belegen, dass nur in etwa 1,5 Prozent der Fälle nach über 7-wöchiger Anwendung leichte Nebenwirkungen auftraten, die zudem reversibel waren. Jedoch kann bei sehr hohen Dosen eine Hautveränderung beobachtet werden und zudem können dann zentralnervöse Störungen auftreten. Die beschriebenen Dosen sind jedoch teilweise über der 100 fachen der therapeutischen Dosis angesiedelt.