Blähbauch: Naturheilkunde bei aufgeblähtem Bauch

Blähungen sind nicht nur lästig, sondern auch sehr schmerzhaft. Insbesondere nach dem Essen bläht sich der Bauch vielfach kugelförmig auf. Auch wenn der aufgeblähten Bauch im medizinischen Sinne harmlos ist, so ist er für den Betroffenen doch zum Teil mit erheblichem Leid verbunden.

Ein geblähter Bauch stellt keine Krankheit dar, sondern lediglich ein Symptom, für das es verschiedene Ursachen geben kann. Insbesondere blähende Speisen und Getränke, Gewürze oder bestimmte Gemüsesorten, wie Kohl, bilden die Ursache für einen Blähbauch.

Die Nahrungsmittel enthalten bestimmte Inhaltsstoffe, die im Darm eine Gasproduktion befördern. Dadurch bläht sich der Bauch auf. Blähungen sind häufig durch übel riechenden Stuhlgang gekennzeichnet. Vielfach ist der Kot breiig oder es tritt Durchfall auf. Blähungen treten dann auf, wenn die Luft aus dem Darm langsam entweicht.

Lang anhaltende Beschwerden ärztlich abklären lassen

Wie kann jedoch Blähungen mit natürlichen Mitteln vorgebeugt werden? Insbesondere bildet eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung die Grundlage für eine gute Verdauung. In diesem Zusammenhang gilt es zu erwähnen, dass alle länger anhaltenden Beschwerden im Magen oder Damentrakt durch einen Arzt abgeklärt werden müssen.

Insbesondere sollten hierbei entzündliche sowie carzinogene Erkrankungen ausgeschlossen werden.Besonders dann, wer nicht nur einfach Blähungen auftreten, sondern auch Bauchschmerzen, sollte der Arzt umgehend konsultiert werden. Die Blähungen sind vielen Menschen peinlich. Dies gilt insbesondere dann, wenn übel riechende Gasabsonderung entstehen.

Frauen im Rahmen der Periode oder der Wechseljahre häufig betroffen

Als Auslöser von Blähungen können aber auch Stress sowie die Einnahme bestimmter Medikamente (Antibiotika) benannt werden. Bei Frauen können Blähungen auch im Rahmen der Periode sowie während des Klimakteriums auftreten. Ursache für die Blähungen sind hier die höheren Progesteronwerte. Durch das Hormon wird die Darmmuskulatur entspannt und der Bauch kann schneller aufblähen.

Langsames Essen verhindert verschlucken von Luft

Welche Maßnahmen lassen sich nun aus naturheilkundliche Sicht ergreifen, Blähungen zu behandeln oder zu vermeiden? Als prophylaktische Maßnahme lässt sich durch langsames Kauen in vielen Fällen ein aufgeblähter Bauch vermeiden. Weil durch schnelles Essen mehr Luft geschluckt wird, kann sich der Magen aufblähen.

Langsames Essen hingegen sorgt für eine frühzeitige Nahrungsersetzung durch Speichel, ohne direkt in den Darm zu gelangen und dort quasi den ersten Verdauungsprozess zu umgehen. Auch zu wenig körperliche Aktivität kann die Verdauung träge machen. Es kann hierbei zu Verstopfungen kommen, weil der Nahrungstransport im Darm verlangsamt ist.

Leicht verdauliche Kost zu sich nehmen

Als vorbeugende Maßnahme für einen geblähten Bauch bietet sich leicht verdauliches Essen an. Gemüse sollte besser gedünstet oder blanchiert werden, anstatt roh gegessen zu werden. Zudem sollte ein stilles Wasser zu den Mahlzeiten getrunken werden.

Kümmel und Anis wirken lindernd

Belebende Speisen können besser verdaut werden, wenn man sie mit Anis beziehungsweise Kümmel würzt. Symptomatisch lassen sich Blähungen durch Karminativa behandeln. Zu den Karminativa gehören Fenchel, Kümmel und Anis. Diese wirken gegen Gärungsprozesse im Magen-Darmtrakt und wirken verdauungsfördernd.

Fenchelsamen als Mittel der Wahl

Besonders gut gegen Blähungen und vielfach auch damit einhergehendem Völlegefühl wirken Fenchelsamen. Die hohen Anteile ätherischer Öle im Fenchel wirken krampflösend und anregend in Bezug auf die Verdauung.

Fenchel kann insbesondere als Tee eingenommen werden. Auch mit dem Fenchel verwandte Pflanzen können gegen Blähungen eingesetzt werden. Hierzu zählt neben Kümmel und Anis auch der Koriander. Zudem kann auch Curcuma zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Auch Pfefferminzöl und Melissenblätter wirken dem geblähten Bauch entgegen.

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