Irisdiagnose Iridologie

Bei der Irisdiagnose , auch Iridologie genannt, handelt es sich um eine von vielen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern durchgeführte Form der Erkennung von Krankheiten. Bei der Irisdiagnose handelt es sich um eine schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte benutzte Form der Diagnostik, welche in Europa während des Mittelalters in Vergessenheit geraten war und in der Neuzeit durch Ignaz von Peczely wiederentdeckt wurde.

Augen als Spiegel der Seele und des Befindens

Die Grundannahme für die Irisdiagnose besteht darin, dass sich die Befindlichkeit eines Menschen an unterschiedlichen Stellen des Körpers zeigt, wobei die Iris (die Regenbogenhaut des Auges) eine der am leichtesten lesbaren Referenzstellen darstellt. Eine Betrachtung der Regenbogenhaut des menschlichen Auges gibt dem Therapeuten keineswegs ausschließlich Informationen über gegenwärtige krankhafte Störungen der Befindlichkeit des untersuchten Patienten. Sie informiert vielmehr zusätzlich über den allgemeinen Gesundheitszustand sowie über eventuelle vorhandene Belastungen wie Erbkrankheiten. Auf diese Weise bietet die Irisdiagnose die Möglichkeit, Krankheiten bereits in ihrer Entstehungszeit zu erkennen und sie somit vor ihrem eigentlichen Ausbruch erfolgreich zu behandeln.

Verbindung von Iris und inneren Organen schulmedizinisch nachgewiesen

Grundvoraussetzung für die Anwendung der Irisdiagnose ist die Akzeptanz der Vorstellung, dass zwischen den menschlichen Organen bzw. Körperteilen sowie der Iris eine Verbindung besteht. Für die Diagnose zieht der Heilpraktiker dann einzelne Erscheinungen in der Regenbogenhaut wie Pigmentflecken, Ringe oder Streifen heran.
Dass die Iris tatsächlich mit allen Organen über Leitungsbahnen verbunden ist, konnte auch in einer schulmedizinisch anerkannten Studie nachgewiesen werden, welche im Jahr 1954 an der Heidelberger Universität durchgeführt wurde. Ebenso wird unbestritten anerkannt, dass sichn die Iris bei jedem Menschen unterscheidet und dass sie sich im Laufe des Lebens verändert. Viele Psychotherapeuten sind zudem davon überzeugt, dass die Iris auch über den Charakter eines Menschen Auskunft zu geben vermag.

Irisdiagnose – Irisdiagnostik Irisanalyse oder Iridologie

Wie in der Naturheilkunde weitgehend üblich, so gilt auch für die Anwendung der Irisdiagnose, dass der Mensch ganzheitlich und nicht getrennt nach Körper, Seele und Geist betrachtet und behandelt werden soll. Neben dem von Naturheilkundlern in Deutschland bevorzugt benutzten Begriff Irisdiagnose wird das entsprechende Diagnoseverfahren in der Fachliteratur auch als Iridologie, Irisdiagnostik oder Irisanalyse bezeichnet. Sie wird bei einer umfassenden Heilpraktikerausbildung und den entsprechenden Prüfungen umfassend behandelt.

Wahrscheinlichkeit einer richtigen Diagnose durch Irisdiagnose

Über ihre Trefferquote liegen unterschiedliche Angaben vor. Während eine Studie aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine sehr hohe Zahl richtiger Diagnosen nachweisen konnte, existieren einige Untersuchungen aus der jüngsten Vergangenheit, bei welchen die Anzahl korrekter Diagnosen die rein zufällig zu erwartende Trefferquote nur geringfügig überschritten hatte. In der Behandlungspraxis wird die Irisdiagnose sehr selten als alleinige Methode zur Krankheitserkennung benutzt, da sich Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in der Regel sehr viel Zeit für das persönliche Gespräch mit ihren Patientinnen und Patienten nehmen, wobei die dabei gewonnenen Kenntnisse natürlich in die Diagnose einfließen.

Irisdiagnose zur ganzheitlichen Behandlung

Dass jeder verantwortungsbewusst handelnde Heiler neben jedem Diagnoseverfahren den Klienten ausführlich nach Symptomen befragt, kann ohnehin als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Auf Grund ihres ganzheitlichen Ansatzes ist die Irisdiagnose in besonderer Weise dazu geeignet, Krankheiten zu erkennen, deren Symptome sich in einem anderen als dem tatsächlich betroffenen Organ manifestieren. Dass es derartige Symptomverschiebungen gibt, wird weder in der Schul- noch in der Naturmedizin bestritten; auch Laien bekannt ist, dass entzündete Zähne häufig zu Schmerzen an anderen Körperteilen führen.

Die Iridologie kann natürlich auch zum Messen des Erfolges einer Behandlung genutzt werden, denn der eintretende Heilprozess spiegelt sich ebenfalls in der Regenbogenhaut der Augen wider.