Frischzellentherapie

Bei der auch als Zellular-Therapie oder Organo.Therapie bezeichneten Frischzellentherapie handelt es sich um ein Verfahren der Naturheilkunde, welches in erster Linie der Steigerung der Immunabwehr dient. Ein zweites Ziel der entsprechenden Anwendungen besteht in der Abwehr oder Verlangsamung von Alterungsprozessen, Entwickelt wurde die Frischzellentherapie vom Schweizer Arzt Paul Niehans (1882 bis 1971).

Frischzellentherapie gegen Krebs und chronische Krankheiten

Bei der Frischzellenbehandlung werden dem Patienten Substanzen eingespritzt, welche aus Tierföten von Kälbern oder auch Schafen gewonnen werden. Außer zur Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens und gegen Alterungsprozesse wird eine Frischzellentherapie auch gegen Krebs sowie gegen unterschiedliche chronische Krankheiten eingesetzt. Die Therapie beruht darauf, dass die Frischzellen erkrankte körpereigene Zellen ersetzen sollen.

Keine Kostenerstattung durch Krankenkasse

Die Kosten einer Frischzellentherapie betragen bis zu 5000 Euro für eine einwöchige Kur und werden weder von gesetzlichen noch von privaten Krankenkassen erstattet.
Die Frischzellentherapie war während der 1980- er Jahre in Deutschland sehr beliebt, heute wird sie nur noch selten angeboten. Während die Wirksamkeit der entsprechenden Therapie sowohl bei Naturheilkundlern als auch bei Schulmedizinern umstritten ist, bestehen hohe Risiken, da eventuelle Krankheiten des Kalbes oder des Schafes leicht auf den Menschen übertragbar sind. Insbesondere auf Grund der BSE Gefahr sank die Nachfrage nach einer Behandlung mit Frischzellen drastisch.

Risiken der Frischzellentherpaie

Die Behandlung mit Frischzellen war in Deutschland während eines Zeitraumes von etwa drei Jahren verboten, da es zu einigen schwerwiegenden Erkrankungen kam, die teilweise letal ausgingen. Heute wird eine Frischzellenkur nur noch von wenigen Heilpraktikern und Kliniken angeboten; sorgfältige Untersuchungen der benutzten Zellen reduzieren das Risiko einer Erkrankung stark. Nicht zur Anwendung kommen darf die Frischzellentherapie bei Patienten mit Kreislaufproblemen..

Anwendungsgebiete der Frischzellentherapie

Das Deutsche Zentrum für Frischzellentherapie in Bad Tölz trägt zur Wiederentdeckung der Frischzellenbehandlung bei und minimiert die Risiken der Behandlung durch die ausschließliche Verwendung von bei seiner eigenen Schafherde gewonnenen Zellen. Die komplette Behandlung wird durch Ärzte durchgeführt. Zum erweiterten Kreis der Indikationen zählen wiederholte Erkältungskrankheiten ebenso wie Allergien und Stoffwechselkrankheiten einschließlich einer Diabeteserkrankung. Des Weiteren lässt sich eine Potenzschwäche ebenso mittels einer Frischzellenkur behandeln wie durch die Wechseljahre ausgelöste Beschwerden. Weitere Indikationen für die moderne Frischzellenbehandlung sind Krankheiten an den inneren Organen Bauchspeicheldrüse, Darm, Lunge, Leber und an den Nieren.

Ebenso unterstützt eine Frischzellentherapie in Bad Tölz die Heilung nach einem Herzinfarkt oder bei anderen Herzkrankheiten. Ebenso wird eine entsprechende Behandlung bei allen Erkrankungen am Bewegungsapparat einschließlich einer Arthrose oder Wirbelsäulenschwäche empfohlen. Die Frischzellentherapie hilft auch bei Osteoporose. Als Erfolgsrate bei allen Frischzellenbehandlungen gibt die Klinik in Bad Tölz mehr als achtzig Prozent an.