Ayurveda

Die Ayurvedische Therapie Ayurveda stammt aus Indien und beruht auf mehreren Säulen, von welchen die Ernährung am wesentlichsten ist. Dabei gibt es nicht eine für alle Menschen ideale Kost, sondern drei Typen, welche jeweils unterschiedliche Formen der Ernährung bedürfen. Die drei menschlichen Wesenstypen werden auch als Doshas bezeichnet und heißen Vata, Pitta und Kapha.

Ernährungsweise nach Ayurveda

Die richtige Nahrung wird bei der Behandlung von Krankheiten im Ayurveda mit zur Medikamentenversorgung gerechnet. Dabei ist die Dosis mitentscheidend; so gilt Alkohol in großen Mengen grundsätzlich als schädlich, während Wein in kleinen Mengen bei vielen Krankheiten heilend wirken kann.

Eine gute Ernährung bewirkt nach der Ayurveda Lehre, dass die Körperfunktionen im Einklang mit der menschlichen Natur stehen, während eine fehlerhafte Ernährungsweise zu einer Vergiftung des Körpers führen wird. Die Ernährung nach ayurvedischen Prinzipien ist nicht grundsätzlich vegetarisch; allerdings soll Fleisch nur sehr selten gegessen werden. Eine schlechte Nahrung erzeugt Mala und Ama, woraus neben körperlichen auch seelische Beschwerden resultieren, während ein im Sinne der ayurvedischen Ernährungslehre guter Zustand zu Ojas führt. Bei Ojas handelt es sich um immaterielle Substanzen, welche das menschliche Wohlbefinden fördern.

Essen nur bei Hunger

Bei der ayurvedischen Ernährungslehre ist zu beachten, dass nur bei Hunger gegessen werden darf, wobei die Hauptmahlzeit dem Mittagessen vorbehalten bleibt. Zwischen zwei Mahlzeiten müssen mindestens drei Stunden vergehen und es sind immer die sechs Geschmacksrichtungen herb, sauer, süß, salzig, bitter und scharf zu berücksichtigen. Der Genuss von Wasser oder Kräutertee ist uneingeschränkt erlaubt, ausreichendes Trinken ist sogar unbedingt erforderlich.
Weitere Behandlungsmethoden der Ayurveda Medizin sind Massagen sowie Meditationen.

Theorie und Praxis

Die heutigen Angebote für eine Ayurveda Kur stehen teilweise im Gegensatz zu den theroretischen Lehren der Therapie. So befinden sich auf Grund der entsprechenden Nachfrage heute neunzig Prozent aller Ayurveda Wellness- und Kurkliniken Sri Lankas am Meer, obgleich die meisten Ayurveda Professoren lehren, dass eine Reinigungskur möglichst nicht in der Nähe des Ozeans durchgeführt werden soll. Ebenso bevorzugen die meisten Ayurveda praktizierenden Heilpraktiker die Verordnung von indischen Heilpflanzen, obgleich die eigentliche Lehre ausdrücklich den bevorzugten Einsatz einheimischer Pflanzen verlangt.

Ayurveda erfolgreich bei Sodbrennen und Verdauungsstörung

Die in der älteren Literatur belegte Anwendung von Zauberformeln zur Behandlung von Krankheiten spielt in der Gegenwart keine Rolle mehr.  Eine Ayurveda Behandlung erweist sich als erfolgreich, wenn die zu behandelnde Störung auf eine ungesunde und zu reichhaltige Ernährung zurückgeführt werden kann. Dieses Ergebnis unterschiedlicher empirischer Untersuchungen überrascht nicht, da ein bewusstes Essen zumeist eine verringerte Nahrungsaufnahme bewirkt. Ebenso tragen die im Rahmen einer Ayurveda Behandlung durchgeführten Meditationen zur Besinnung und zum Gewinn der inneren Ruhe bei. Die besten Erfolge erzielt eine Behandlung mit der Ayurveda Medizin bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Sodbrennen oder Verdauungsstörungen.

Ausbildung zum Ayurveda Therapeuten

Während in Indien der Arzt für Ayurveda Medizin ein vollständiges Medizinstudium absolviert, ist der entsprechende Begriff in Deutschland eigentlich nicht geschützt. Allerdings darf eine mögliche Heilwirkung nur von Angehörigen der Heilberufe erwähnt werden, so dass entsprechende Behandlungen überwiegend von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern angeboten werden. Diese erwerben ihr Wissen auf vielen Heilpraktikerschulen als Grundbestandteil ihrer Ausbildung. Weitere mögliche Ausbildungsstätten zum Ayurveda Therapeuten sind spezielle Schulen in Deutschland und in Indien. Die indische Botschaft bietet in jedem Jahr einigen deutschen Bewerbern ein Stipendium für eine Ausbildung zum Ayurveda Arzt in Indien an.

Kostenübernahme gsetzliche Krankenkasse private Krankenversicherung

Die Kosten einer bei einem in Deutschland tätigen Heilpraktiker durchgeführten Ayurveda Therapie werden von privaten Krankenversicherungen übernommen, wenn der Versicherungsnehmer die naturheilkundlichen Behandlungsmethoden mit in den abgeschlossenen Versicherungsvertrag hat aufnehmen lassen. Als anerkanntes Naturheilverfahren findet sich die Ayurveda Therapie auch im Leistungsverzeichnis des Hufeland, im sogenannten Hufelandverzeichnis.